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	<title>forumWHU e.V. Blog</title>
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	<pubDate>Fri, 25 Jun 2010 20:09:23 +0000</pubDate>
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		<title></title>
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		<pubDate>Tue, 24 Jun 2008 14:51:46 +0000</pubDate>
		<dc:creator>roman.kirsch</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Allgemeines]]></category>

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		<description><![CDATA[Die FAZ hat auch interessantes &#252;ber Brain Drain in Deutschland zu berichten:

24. Juni 2008&#160;Hohe Steuern, zu niedrige Geh&#228;lter und schlechte Karrierechancen treiben einer Umfrage zufolge viele Fachkr&#228;fte ins Ausland. Unter den rund 160.000 Auswanderern im vergangenen Jahr seien viele Fach- und F&#252;hrungskr&#228;fte gewesen, die zur &#8222;Cr&#232;me de la Cr&#232;me unserer Elite geh&#246;ren&#8220;, sagte Wirtschaftsstaatssekret&#228;r Walther [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><span class="Italic">Die FAZ hat auch interessantes &uuml;ber Brain Drain in Deutschland zu berichten:</p>
<p></span></p>
<p><span class="Italic">24. Juni 2008&nbsp;</span>Hohe Steuern, zu niedrige Geh&auml;lter und schlechte Karrierechancen treiben einer Umfrage zufolge viele Fachkr&auml;fte ins Ausland. Unter den rund 160.000 Auswanderern im vergangenen Jahr seien viele Fach- und F&uuml;hrungskr&auml;fte gewesen, die zur &bdquo;Cr&egrave;me de la Cr&egrave;me unserer Elite geh&ouml;ren&ldquo;, sagte Wirtschaftsstaatssekret&auml;r Walther Otremba am Dienstag in Berlin.</p>
<p>&Uuml;berwiegend kehrten junge, aufstrebende Akademiker ohne Kinder Deutschland den R&uuml;cken. Von den rund 1400 Fachkr&auml;ften, die dauerhaft im Ausland leben und vom Prognos-Institut im Auftrag des Ministeriums befragt worden waren, h&auml;tten gut 83 Prozent einen akademischen Abschluss, sagte Otremba. Der M&auml;nneranteil lag bei 63 Prozent.</p>
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</div>
<p>Auch eine Studie des Instituts der Deutschen Wirtschaft, die an diesem Dienstag ver&ouml;ffentlicht wurde, kommt zu dem Ergebnis, dass in Deutschland die Fachkr&auml;fte immer knapper werden.</p>
<p><strong>In fremden L&auml;ndern mehr verdienen</strong></p>
<p>Beliebteste Auswanderungsziele f&uuml;r die Elite sind laut Prognos die Vereinigten Staaten, Gro&szlig;britannien und die Schweiz. Rund 68 Prozent der Befragten zog es in fremde L&auml;nder, weil sie dort deutlich mehr verdienen k&ouml;nnen. &bdquo;Wegen einem Euro Gehaltsunterschied geht sicher niemand ins Ausland&ldquo;, sagte Otremba. Als weitere Gr&uuml;nde wurden bessere Aufstiegschancen und h&ouml;here Lebensqualit&auml;t im Ausland genannt.</p>
<p>Rund 53 Prozent der Fachkr&auml;fte bezeichneten die deutsche Einkommens- und Besch&auml;ftigungssituation als unbefriedigend. 38 Prozent kritisierten eine zu hohe Steuer- und Abgabenlast, 31 Prozent zu viel B&uuml;rokratie und 25 Prozent fehlende Gestaltungsfreiheit in Wirtschaft und Wissenschaft. Aber: 46 Prozent der Fachkr&auml;fte k&ouml;nnen sich eine R&uuml;ckkehr in die Heimat vorstellen.</p>
</p>
<p><strong>Der Ingenieurmangel nimmt besorgniserregende Ausma&szlig;e an</strong></p>
<p>Genaue Zahlen, wie viele Fachkr&auml;fte tats&auml;chlich unter den 160.000 Auswanderern des Vorjahres waren, konnte Prognos nicht nennen. Nach Einsch&auml;tzung des Ministeriums k&ouml;nnen Einwanderer den Aderlass nicht ausgleichen. Zuwanderer seien meist schlechter qualifiziert. Bis zum Jahr 2013 fehlen nach Angaben der Bundesregierung 330.000 Akademiker - darunter 70.000 Naturwissenschaftler und 85.000 Ingenieure.</p>
<p>In eine &auml;hnlich besorgniserregende Richtung gehen die Ergebnisse einer aktuellen Studie des arbeitgebernahen Instituts der Deutschen Wirtschaft in K&ouml;ln (IW). Auch das IW kommt demnach zu der Erkenntnis, dass der Fachkr&auml;ftemangel in Deutschland immer gr&ouml;&szlig;er wird.</p>
</p>
<p><strong>Der Ingenieurmangel nimmt besorgniserregende Ausma&szlig;e an</strong></p>
<p>Genaue Zahlen, wie viele Fachkr&auml;fte tats&auml;chlich unter den 160.000 Auswanderern des Vorjahres waren, konnte Prognos nicht nennen. Nach Einsch&auml;tzung des Ministeriums k&ouml;nnen Einwanderer den Aderlass nicht ausgleichen. Zuwanderer seien meist schlechter qualifiziert. Bis zum Jahr 2013 fehlen nach Angaben der Bundesregierung 330.000 Akademiker - darunter 70.000 Naturwissenschaftler und 85.000 Ingenieure.</p>
<p>In eine &auml;hnlich besorgniserregende Richtung gehen die Ergebnisse einer aktuellen Studie des arbeitgebernahen Instituts der Deutschen Wirtschaft in K&ouml;ln (IW). Auch das IW kommt demnach zu der Erkenntnis, dass der Fachkr&auml;ftemangel in Deutschland immer gr&ouml;&szlig;er wird.</p>
<p><strong>Mehr als 70.000 Ingenieure fehlten im April</strong></p>
<p>Im April dieses Jahres fehlten nach IW-Angaben bundesweit mehr als 70.000 Ingenieure zur Besetzung offener Stellen. Das Ergebnis stammt aus einer Befragung von 2700 Unternehmen, die das Institut an diesem Dienstag ver&ouml;ffentlicht hat.</p>
<p>Danach hatten die Personalchefs 95.300 Ingenieurstellen zu vergeben - 72.400 mehr, als arbeitslose Ingenieure auf dem Arbeitsmarkt waren. Schon das ganze Jahr 2007 waren technisch versierte Fachkr&auml;fte Mangelware: Im Mittel gab es 69.600 mehr verwaiste Arbeitspl&auml;tze f&uuml;r Maschinenbauer, studierte Elektrotechniker und Co. als Arbeitslose dieser Berufszweige gez&auml;hlt wurden.</p>
<p>Gegen&uuml;ber 2006 &ouml;ffnete sich die Schere zwischen offenen Stellen und Jobsuchern der Studie zufolge um 44 Prozent. Allerdings war die Lage nicht in allen Regionen Deutschlands prek&auml;r. Die meisten Ingenieure fehlten im vergangenen Jahr in Baden-W&uuml;rttemberg (gut 15.200), gefolgt von Nordrhein-Westfalen (knapp 15.200) und Bayern (13.300). In Berlin und Brandenburg war dagegen 2007 noch kein akuter Ingenieurengpass zu erkennen.</p>
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		<title>Ab</title>
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		<pubDate>Wed, 27 Feb 2008 13:37:19 +0000</pubDate>
		<dc:creator>roman.kirsch</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Allgemeines]]></category>

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		<description><![CDATA[

Liebe Teilnehmer, Sponsoren, Referenten und Interessierte,
Aktualit&#228;t und Informationen sind in der heutigen Gesellschaft Voraussetzung, um bei gesellschaftsrelevanten Themen mitdiskutieren zu k&#246;nnen.
Da es bei unserem diesj&#228;hrigen Thema, &#8220;Made in Germany?! - Deutschlands Wettbewerbsf&#228;higkeit auf dem Pr&#252;fstand&#8221; von besonderer Bedeutung ist auf dem neuesten Stand der Dinge zu sein, haben wir uns entschieden diesen Blog einzurichten.


Er soll [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[</p>
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<p><em>Liebe Teilnehmer, Sponsoren, Referenten und Interessierte,</em></p>
<div align="left">Aktualit&auml;t und Informationen sind in der heutigen Gesellschaft Voraussetzung, um bei gesellschaftsrelevanten Themen mitdiskutieren zu k&ouml;nnen.</p>
<p>Da es bei unserem diesj&auml;hrigen Thema, <strong>&#8220;Made in Germany?! - Deutschlands Wettbewerbsf&auml;higkeit auf dem Pr&uuml;fstand&#8221; </strong>von besonderer Bedeutung ist auf dem neuesten Stand der Dinge zu sein, haben wir uns entschieden diesen Blog einzurichten.</p>
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<p>Er soll in erster Linie &uuml;ber aktuelle Entwicklungen zu unserem Kongressthema informieren.<br />Gegliedert wurde &uuml;bersichtlich nach den 3 Bereichen Bildung, Innovation/ Forschung und Wettbewerbsf&auml;higkeit/ Standort Deutschland.</p>
<p>Dar&uuml;ber hinaus werden auf diesem Blog gesondert Informationen, Ver&ouml;ffentlichungen und News zu den Rednern sowie unserem Schirmherren zur Verf&uuml;gung stehen.</p>
<p>Als Grundlage f&uuml;r das Diskutieren soll an dieser Stelle noch einmal auf eine Studie des BDI verwiesen werden, die eine sehr genaue Beschreibung des Standortes Deutschland in der Zukunft wagt und konkrete L&ouml;sungsvorschl&auml;ge anbietet: http://www.bdi-online.de/Dokumente/SystemkopfDCM_2008.pdf</p>
<p>Viel Spass beim Diskutieren und Informieren w&uuml;nscht</p>
<p>Roman Kirsch f&uuml;r das Informationsressort von <em>forum</em>WHU</p>
<p>PS: &Uuml;ber Kritik, Anregungen und Hinweise sind wir nat&uuml;rlich stets erfreut.</p>
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<p> <a href="http://forumblog.whu-net.de/?p=12#more-12" class="more-link">&#8211;></a></p>
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		<title>Brain</title>
		<link>http://forumblog.whu-net.de/?p=14</link>
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		<pubDate>Mon, 25 Feb 2008 17:55:11 +0000</pubDate>
		<dc:creator>roman.kirsch</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Innovation und Forschung]]></category>

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		<description><![CDATA[&#160;
Viele junge Wissenschaftler starten ihre akademische Karriere im Ausland - und bleiben gleich dort. Deutschlands Unis h&#228;tten gern die kl&#252;gsten K&#246;pfe zur&#252;ck. Auf SPIEGEL ONLINE erz&#228;hlen Forschertalente, warum sie weggingen - und was sie zur R&#252;ckkehr bewegt.
Markus Giesler arbeitet unabh&#228;ngig, bekommt viel Geld f&#252;r Forschung und Lehre, betreut Studenten in Einzelgespr&#228;chen. Dazwischen bearbeitet er Anfragen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Viele junge Wissenschaftler starten ihre akademische Karriere im Ausland - und bleiben gleich dort. Deutschlands Unis h&auml;tten gern die kl&uuml;gsten K&ouml;pfe zur&uuml;ck. Auf SPIEGEL ONLINE erz&auml;hlen Forschertalente, warum sie weggingen - und was sie zur R&uuml;ckkehr bewegt.</strong></p>
<p>Markus Giesler arbeitet unabh&auml;ngig, bekommt viel Geld f&uuml;r Forschung und Lehre, betreut Studenten in Einzelgespr&auml;chen. Dazwischen bearbeitet er Anfragen von Unternehmen. Mal tritt er als Experte im Fernsehen auf, mal f&auml;hrt er zur Konferenz an der amerikanischen Ostk&uuml;ste, er besch&auml;ftigt mehrere Assistenten.</p>
<p>F&uuml;r die meisten Wissenschaftler an deutschen Universit&auml;ten klingt das traumhaft - und viel zu teuer. F&uuml;r Markus Giesler ist dieser Traum Alltag.</p>
<p>Seit seiner Promotion an der Uni Witten/Herdecke lehrt und forscht Giesler seit 2004 als Assistant Professor im Bereich Marketing in Kanada. An der renommierten &#8220;Schulich School of Business&#8221; in Toronto untersucht er zum Beispiel, welche Beziehungen iPod-K&auml;ufer zu ihrem MP3-Player aufbauen. Giesler ist in der Konsumforschung ein anerkannter und bekannter Fachmann - mit 31 Jahren. Eine so schnelle und erfolgreiche wissenschaftliche Karriere hinzulegen, das w&auml;re in Deutschland kaum m&ouml;glich gewesen. </p>
<p>Studium in Deutschland, forschen und lehren anderswo: Wie Markus Giesler gehen junge Forscher nach ihrem Abschluss oft ins Ausland. Manche f&uuml;r einige Jahre, andere f&uuml;r immer. Wie viele genau, wei&szlig; niemand - zentral erfasst werden die Auswanderer und R&uuml;ckkehrer nicht. Der Deutsche Akademische Austauschdienst (DAAD) sch&auml;tzt, dass derzeit knapp 6000 promovierte deutsche Wissenschaftler allein in den USA arbeiten, die meisten davon Nachwuchstalente.</p>
<p> <strong>Rackern wie Leibeigene</strong> </p>
<p>Warum zieht es so viele weg, hinaus in die Welt? In manchen F&auml;chern sind einige Semester Studium und ein Forschungsaufenthalt im Ausland mittlerweile Pflicht, vor allem f&uuml;r Naturwissenschaftler. Physiker oder Chemiker zum Beispiel haben ohne internationale Erfahrung schlechtere Chancen auf Jobs in der deutschen Wissenschaft. Meist sind ihre Auslands-Gastspiele zun&auml;chst auf wenige Jahre angelegt. Doch dann wird mehr daraus. Einer US-Studie zufolge arbeitet knapp jeder zweite Deutsche, der im 1996 seinen Doktor in den USA machte, heute noch immer dort.</p>
<p>Es k&ouml;nnte daran liegen, dass junge Forscher in Deutschland kaum selbstst&auml;ndig forschen, zumal die Zukunft der Juniorprofessur als Alternative zum traditionellen System unklar ist. <a href="http://www.spiegel.de/unispiegel/jobundberuf/0,1518,510857,00.html"><nobr></nobr></a> Nach der Doktorarbeit rackern Talente jahrelang als Assistenten an einem Lehrstuhl, oft wie Leibeigene.</p>
<p>&#8220;In dieser Position kann man im deutschen System kaum eigene Akzente setzen, arbeitet nur seinem Professor zu. Das schadet der Karriere&#8221;, sagt Giesler. In England oder in den USA dagegen lege man viel Wert darauf, dass junge Mitarbeiter sich m&ouml;glichst fr&uuml;h mit eigenen Arbeiten einen Namen machen. Sie ver&ouml;ffentlichen oft mehr Beitr&auml;ge in Fachzeitschriften als ihre deutschen Kollegen, haben so auch mehr Einfluss auf wissenschaftliche Debatten.</p>
<p> <strong>Das gro&szlig;e Buhlen um Talente</strong> </p>
<p>Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) fragte 2002 ihre ehemaligen Auslands-Stipendiaten, was sie in ihrem Gastland besser finden als in Deutschland. Gerade Kanada, die USA oder Gro&szlig;britannien bekamen dabei gute Noten. Die Chancen, in Deutschland innovative Forschung zu betreiben, beurteilten die jungen Wissenschaftler als schlecht. Zwei Drittel bem&auml;ngelten zudem, dass Nachwuchstalente finanziell zu wenig gef&ouml;rdert w&uuml;rden.</p>
<p>Auch in h&ouml;heren Positionen sind die Geh&auml;lter f&uuml;r Wissenschaftler in Deutschland mau. Ein gro&szlig;es Problem, sagt Bernd Huber, Pr&auml;sident der LMU M&uuml;nchen: &#8220;Wissenschaftler sind begehrt, ihre Preise hoch. <a href="http://www.spiegel.de/unispiegel/jobundberuf/0,1518,525698,00.html"><nobr></nobr></a> Die muss man bezahlen, wenn man die besten nach Deutschland holen will.&#8221;</p>
<p>Wissenschaftsorganisationen wie DFG, Max-Planck-Gesellschaft und DAAD, aber auch die Politik und manche Universit&auml;ten versuchen seit einigen Jahren, den umschw&auml;rmten Talenten eine R&uuml;ckkehr schmackhafter zu machen - mit Stipendien als K&ouml;der. So k&ouml;nnen Wissenschaftler mit dem Heisenberg-Stipendium oder dem Emmy-Noether-Programm eigenst&auml;ndige Forschungsgruppen aufbauen und finanzieren.</p>
<p>Nordrhein-Westfalen hat ein &#8220;R&uuml;ckkehrerprogramm&#8221; gestartet, um junge Forscher aus dem Ausland an die heimischen Unis holen. In mehreren Runden w&auml;hlt ein Gremium die besten Kandidaten aus. Wer es schafft, kann sich seine k&uuml;nftige Uni aussuchen und bekommt 1,25 Millionen Euro f&uuml;r eine eigene Nachwuchsgruppe. </p>
<p> <strong>&#8220;Mein Herz h&auml;ngt an Europa&#8221;</strong> </p>
<p>Inzwischen buhlen Minister und Chefs gro&szlig;er Wissenschafts-Organisationen auch vor Ort um Forscher. Im September 2007 etwa wurden &uuml;ber 200 deutsche Nachwuchsforscher nach San Francisco eingeladen und &uuml;ber Job-Perspektiven in der deutschen Wissenschaft informiert. Statt sich in langen, unpers&ouml;nlichen Anfragen und Bewerbungen zu verlieren, konnten die Forscher dort nachfragen, was ihnen Deutschland momentan bieten kann. Denn: &#8220;Viele von ihnen wollen zur&uuml;ck, wenn die Umst&auml;nde stimmen&#8221;, sagt Christian Schwalb vom German Academic International Network (GAIN).</p>
<p>Nicht nur ma&szlig;geschneiderte Angebote locken Nachwuchsforscher zur&uuml;ck in die Heimat. Durch die Exzellenzinitative schaffen die erfolgreichen Unis viele zus&auml;tzliche Stellen in der Forschung. Und &uuml;bernehmen Teile des US-Systems: Die Uni M&uuml;nchen etwa nimmt junge Forscher f&uuml;r zun&auml;chst sechs Jahre unter Vertrag. Wer gute Leistungen liefert, kann mit einer Anstellung auf Lebenszeit rechnen - das amerikanische Modell des <em>tenure track</em>.</p>
<p>Einige Unis haben zudem erkannt, dass gute Forschungsbedingungen zwar wichtig sind, manche R&uuml;ckkehr aber schlicht daran scheitert, dass der Lebenspartner keine Stelle vor Ort findet. F&uuml;r die Frau von Biochemiker Lars Leichtert, der bald mit Hilfe des NRW-R&uuml;ckkehrerprogramms von Michigan nach Bochum wechselt, hat die Unileitung kurzerhand eine zus&auml;tzliche Stelle geschaffen. &#8220;In diesem Bereich waren die Amerikaner bisher uneinholbar vorn&#8221;, sagt Leichert.</p>
<p>Markus Gieslers Zeit in Kanada k&ouml;nnte ebenfalls bald zu Ende gehen, trotz exzellenter Lehr- und Forschungsbedingungen in Toronto. Er will wieder zur&uuml;ck: &#8220;Mein Herz h&auml;ngt an Europa. Und dort bewegt sich mittlerweile einiges.&#8221;</p>
<p><font size="1">aus dem Spiegel vom 25.02.2008</font></p>
<p>Dieser Artikel interessiert dich. Du hast eine Meinung zu diesem Thema? Dann bist du auf dem <em>forum</em>WHU genua richtig. </p>
<p>Mit <strong>DIR</strong> w&uuml;rden wir gerne dieses Jahr auf dem <em>forum</em>WHU dar&uuml;ber diskutieren, was du machen w&uuml;rdest. Blieben oder gehen? Wo sind die Bedingungen besser? In Deutschland oder vielleicht doch im Ausland? Nutz auf dem <em>forum</em>WHU die vielen M&ouml;glichkeiten zum Austausch und h&ouml;re spannede Vortr&auml;ge zu diesem Thema</p>
<p> <a href="http://forumblog.whu-net.de/?p=14#more-14" class="more-link">&#8211;></a></p>
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		<title>Deutsche Forscher  zieht es in die Schweiz</title>
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		<pubDate>Sat, 16 Feb 2008 10:05:48 +0000</pubDate>
		<dc:creator>roman.kirsch</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Innovation und Forschung]]></category>

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		<description><![CDATA[Wie ein Magnet wirkt die Schweiz auf deutsche Wissenschaftler - junge wie etablierte. An Top-Unis ist jeder dritte Professor ein Deutscher. Freie Stellen und bessere Bezahlung machen das Land so interessant. Die Schweizer murren l&#228;ngst &#252;ber die &#34;Neue deutsche Welle&#34;.
Ein B&#252;rgerhaus aus dem 15. Jahrhundert mit Stuckdecke in der historischen Altstadt von Basel ist die [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong><em>Wie ein Magnet wirkt die Schweiz auf deutsche Wissenschaftler - junge wie etablierte. An Top-Unis ist jeder dritte Professor ein Deutscher. Freie Stellen und bessere Bezahlung machen das Land so interessant. Die Schweizer murren l&auml;ngst &uuml;ber die &quot;Neue deutsche Welle&quot;.</em></strong></p>
<p>Ein B&uuml;rgerhaus aus dem 15. Jahrhundert mit Stuckdecke in der historischen Altstadt von Basel ist die neue Heimat von Prof. Dr. Aloys Winterling. Bis zum Herbst des vorigen Jahres forschte der Leverkusener Althistoriker der Universit&auml;t Freiburg noch als Stipendiat am Historischen Kolleg in M&uuml;nchen. Dann kehrte er Deutschland den R&uuml;cken. Weil &quot;innovative Forschung und Lehre&quot; durch die aktuellen Entwicklungen am Hochschulstandort Deutschland behindert werde, nahm er den Ruf der Universit&auml;t Basel an. 60 Kilometer weiter s&uuml;dlich von Freiburg ist der 51-J&auml;hrige seit Anfang Oktober Institutsleiter des Seminars f&uuml;r Alte Geschichte.</p>
<p>Winterling ist nur ein Beispiel von 717 deutschen Wissenschaftlern, die Ende vorigen Jahres an der Universit&auml;t Basel forschten. Der Run auf Wissenschaftlerstellen an der Baseler Universit&auml;t ist seit Jahren ungebrochen: Waren im Jahr 2000 lediglich 455 der 1141 Wissenschaftler deutscher Staatsb&uuml;rgerschaft, so kamen Ende 2007 knapp 55 Prozent der mehr als 1300 Uni-Forscher aus Deutschland.</p>
<p>Auch an der Eidgen&ouml;ssischen Technischen Hochschule (ETH) Z&uuml;rich - neben Lausanne eine der beiden Schweizer Bundesuniversit&auml;ten - w&uuml;rde die Forschung ohne den Zuzug der Wissenschaftler aus dem gleichsprachigen Nachbarland erlahmen. Jeder dritte Professor hat dort einen deutschen Pass. </p>
<p>Ingesamt, so sch&auml;tzt die Deutsche Botschaft in Bern, sind derzeit rund 4000 deutsche Wissenschaftler an den Hochschulen in der Schweiz besch&auml;ftigt. An den Universit&auml;ten Bern und Z&uuml;rich kommt einer von drei Professoren aus &quot;dem gro&szlig;en Kanton aus dem Norden&quot;<a href="http://www.spiegel.de/unispiegel/wunderbar/0,1518,504570,00.html"><nobr></nobr></a>, wie die Schweizer Deutschland ironisch bezeichnen.</p>
<p> <strong>Der Run auf Stellen ist ungebrochen</strong> </p>
<p>Die Gr&uuml;nde, warum es immer mehr deutsche Wissenschaftler seit einigen Jahren in die Alpenrepublik zieht, sind verschieden. F&uuml;r den Althistoriker Winterling war es vor allem ein seit einigen Jahren aufgestauter hochschulpolitischer Frust. &quot;Es ist absurd, wenn die H&ouml;he eingeworbener Drittmittel mit der Qualit&auml;t der Forschung gleichgesetzt wird und Drittmittel wichtiger als Ver&ouml;ffentlichungen sind&quot;, klagt er.</p>
<p>Zwar freut sich auch Winterling, dass sein Schweizer Gehalt deutlich &uuml;ber dem deutschen C4-Tarif liegt - auch wenn von dem Plus nach Abzug des Pensionsbeitrages, der Einkommensteuer und der h&ouml;heren Lebenshaltungskosten in Basel nicht mehr viel &uuml;brig bleibt. F&uuml;r ihn sind es jedoch vielmehr die kleinen Annehmlichkeiten im Wissenschaftsbetrieb, die ihm in der Schweiz das Forscherleben erleichtern. &quot;Die B&uuml;roausstattung ist gro&szlig;z&uuml;giger, die B&uuml;rokratie geringer und es stehen Mittel bereit, um auch mal Forscherkollegen nach einer Tagung ins Restaurant einzuladen&quot;, sagt Winterling.</p>
<p>Noch attraktiver sind die Bedingungen f&uuml;r Professoren an der ETH Z&uuml;rich, die in Hochschulrankings allj&auml;hrlich Top-Positionen belegt: &quot;Professuren sind hier von der Ausstattung mit Direktorenstellen an Max-Planck-Instituten vergleichbar&quot;, urteilt Dr. Dieter Schl&uuml;ter, der - von ETH-Headhuntern angeworben - seit vier Jahren als ordentlicher Professor f&uuml;r Polymerchemie in einem B&uuml;ro mit Blick auf die Alpen an der Elite-Uni residiert.</p>
<p> <strong>Kleines Land - gro&szlig;es Vorbild</strong> </p>
<p>Sein Budget, &uuml;ber das er weitgehend frei und ohne gro&szlig;en Verwaltungsaufwand verf&uuml;gen kann, liegt ein Mehrfaches &uuml;ber dem, welches er an einer deutschen Uni h&auml;tte. Sein Gehalt ist mehr als doppelt so hoch als zuvor in Deutschland. Das ETH-Modell wird daher hierzulande oft als Vorbild erw&auml;hnt. Im Januar schlug der Generalsekret&auml;r des Europ&auml;ischen Forschungsrates, Prof. Dr. Ernst-Ludwig Winnacker, erneut die Gr&uuml;ndung einer deutschen Bundesuniversit&auml;t analog zur ETH vor. </p>
<p>Vorbildhaft ist die Schweiz in einigen Bereichen: So hat, bezogen auf die 7,5 Millionen Einwohner, kein anderer Staat im internationalen Vergleich mehr wissenschaftliche Publikationen und mehr Patente, die gleichzeitig in der EU, den USA und Japan angemeldet sind, wie die Schweiz.</p>
<p>Stark ist auch die private Forschungsf&ouml;rderung: Drei Viertel aller Ausgaben f&uuml;r Forschung und Entwicklung (FuE) kommen von Unternehmen. Wenn - wie in der Chemie und Pharmaziestadt Basel - noch eine ausgepr&auml;gte Stiftungskultur hinzukommt, erstaunt es kaum, wenn deutsche Wissenschaftler wie etwa der &Ouml;konom Prof. Dr. Georg N&ouml;ldeke von der Universit&auml;t Basel schw&auml;rmen: &quot;In der Schweiz gibt es sehr viel mehr M&ouml;glichkeiten, Geld f&uuml;r Forschungsprojekte einzuwerben als in Deutschland.&quot; Deshalb sei der Sprung ins Nachbarland vor allem industrienahen Forschern sehr zu empfehlen. Verlockend k&ouml;nnte die Schweiz laut N&ouml;ldeke besonders f&uuml;r Nachwuchswissenschaftler sein. &quot;F&uuml;r einen W1-Professor oder einen Postdoc sind die Rahmenbedingungen besser und die finanziellen Vorteile betr&auml;chtlich, sagt er.</p>
<p>Deutsche und sonstige internationale Jungforscher haben dies l&auml;ngst erkannt. Sie sto&szlig;en in eine L&uuml;cke, die ihnen die Schweizer Kollegen hinterlassen, weil diese besser bezahlte Jobs in der Industrie bevorzugen. Vor einem Jahr konstatierten deshalb die Eidgen&ouml;ssischen R&auml;te, dass die Schweiz zu wenig hoch qualifiziertes Personal hervorbringe. Der Rektor der Universit&auml;t Bern, Prof. Dr. Hans W&uuml;rgler, sowie der designierte Rektor der Uni Z&uuml;rich erkl&auml;rten im Dezember, sich k&uuml;nftig mehr um die Nachwuchsf&ouml;rderung an ihren Hochschulen k&uuml;mmern zu wollen. </p>
<p> <strong>&quot;Neue deutsche Welle&quot; in der Schweiz</strong> </p>
<p>Ein weiteres Problem ist der demografisch bedingte Anstieg der Studierendenzahlen - f&uuml;r den Eidgen&ouml;ssischen Rat &quot;die gr&ouml;&szlig;te bildungspolitische Herausforderung&quot;. Prognosen zufolge k&ouml;nnten bis 2016 statt 172.000 Studierenden (Wintersemester 2006/07) 200.000 an die Hochschulen st&uuml;rmen. </p>
<p>Doch an denen wird schon jetzt in einigen Studieng&auml;ngen &uuml;ber &quot;deutsche Verh&auml;ltnisse&quot; also: &uuml;berf&uuml;llte H&ouml;rs&auml;le - geklagt. Um dem Ansturm Herr zu werden, hat die Schweiz das Budget f&uuml;r Forschung, Bildung und Innovation f&uuml;r die n&auml;chsten vier Jahre von 10,8 Milliarden Euro (2004 bis 2007) auf 12,9 Milliarden Euro bis 2011 erh&ouml;ht: ein Plus von fast 20 Prozent. Dabei steht die Schweiz bereits international prima da: Der OECD zufolge investieren die Eidgenossen 2,9 Prozent ihres Bruttoinlandsprodukts in FuE, Deutschland nur 2,5 Prozent.</p>
<p>Im Zuge der &quot;Neuen deutschen Welle&quot; (Weltwoche) sind bislang rund 200.000 Deutsche quer durch alle Berufe in der Schweiz heimisch geworden. In manchen Tageszeitungen tauchen in Leserbrief-Rubriken Klagen &uuml;ber eine zunehmende &quot;Germanisierung&quot; der Schweizer Universit&auml;ten auf.</p>
<p>Solche Ressentiments hat Aloys Winterling bislang nicht erfahren: &quot;Ich bin hier sehr freundlich aufgenommen worden.&quot; Nach Stationen in K&ouml;ln, M&uuml;nchen, Bielefeld und Freiburg ist er in Basel gl&uuml;cklich: &quot;Universit&auml;t und Stadt sind so, dass sie l&auml;ngerfristig sehr gute Arbeitsbedingungen bieten.&quot;</p>
<p>&nbsp;</p>
</p>
<p><font size="1">aus dem Spiegel vom 15.2.2008</font> </p>
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		<title>Bildungsökonome</title>
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		<pubDate>Tue, 12 Feb 2008 21:16:12 +0000</pubDate>
		<dc:creator>roman.kirsch</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Bildung]]></category>

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Hier findest du einen interessanten Artikel zu einem unserer drei Hauptthemen; Bildung. In dem Interview berichtet der Bildungs&#246;konomen Ludger W&#246;&#223;mann &#252;ber Verschwendung im Schulsystem, Anreize f&#252;r gute Lehrer und die Einbeziehung der Wirtschaft im Bildungssektor. Deine Meinung zum diesem Thema m&#246;chten wir gerne mit dir auf dem Kongress &#8216;08 diskutieren. 
Ausz&#252;ge aus dem Interview mit [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[</p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 10pt; font-family: "Calibri","sans-serif";"><strong>Hier findest du einen interessanten Artikel zu einem unserer drei Hauptthemen; Bildung. In dem Interview berichtet der </strong><strong style="">Bildungs&ouml;konomen Ludger W&ouml;&szlig;mann</strong><strong> &uuml;ber Verschwendung im Schulsystem, Anreize f&uuml;r gute Lehrer und die Einbeziehung der Wirtschaft im Bildungssektor. Deine Meinung zum diesem Thema m&ouml;chten wir gerne mit dir auf dem Kongress &lsquo;08 diskutieren.</strong> <o:p></o:p></span></p>
<p><em>Ausz&uuml;ge aus dem Interview mit dem Bildungs&ouml;konomen Ludger W&ouml;&szlig;mann in &#8220;Die Zeit&#8221; vom 14.06.2007:<br />    </em></p>
<p><strong>DIE ZEIT:</strong> &raquo;Bildungs&ouml;konom&laquo; &ndash; viele werden das Gesicht verziehen, wenn sie den Begriff lesen. Ist es moralisch vertretbar, dass sich die Knechte des Marktes der hehren Bildung annehmen? </p>
<p><strong>Ludger W&ouml;&szlig;mann:</strong> &Ouml;konomen sind keine Monster, auch wenn uns einige P&auml;dagogen und Altphilologen so sehen m&ouml;gen &ndash; aber die haben den Humanismus und &raquo;das Gute&laquo; nicht gepachtet. Auch wir machen uns Gedanken dar&uuml;ber, wie man die Lage der Menschen verbessern kann &ndash; gerade der Menschen, denen es am schlechtesten geht. </p>
<p><strong>ZEIT:</strong>       Welche Gedanken macht sich ein Bildungs&ouml;konom?     </p>
<p><strong>W&ouml;&szlig;mann:</strong> Zum einen besch&auml;ftigt mich der Einfluss der Bildung auf das Wirtschaftswachstum: Was kann in der Schule getan werden, um einen hohen Lebensstandard f&uuml;r alle zu sichern? Zum anderen, wie das Bildungssystem nach &ouml;konomischen Ma&szlig;st&auml;ben verbessert werden kann. Wir leben nicht im Schlaraffenland, die Ressourcen sind immer begrenzt. Wie k&ouml;nnen sie am wirkungsvollsten eingesetzt werden? </p>
<p><strong>ZEIT:</strong>       Ist es sinnvoll, Bildung nur durch die Brille der &Ouml;konomie zu betrachten?     </p>
<p><strong>W&ouml;&szlig;mann:</strong>       Nicht       <em>nur,</em>       sondern       <em>auch.</em></p>
<p><strong>ZEIT:</strong>       Was haben Schulen und die Sch&uuml;ler davon?     </p>
<p><strong>W&ouml;&szlig;mann:</strong> Eine ganze Menge. Wenn wir nachweisen &ndash; und daf&uuml;r haben meine Kollegen und ich &uuml;berw&auml;ltigende Belege gefunden &ndash;, dass Bildung ein wichtiger Schl&uuml;ssel f&uuml;r das Wirtschaftswachstum ist, dass Bildung vor Arbeitslosigkeit sch&uuml;tzt und mehr Verdienst verspricht, dann w&auml;chst die Lobby f&uuml;r gute Schulen und Universit&auml;ten. Auch die Unterprivilegierten finden einen starken Verb&uuml;ndeten in der Wirtschaft. </p>
<p><strong>ZEIT:</strong>       Inwiefern?     </p>
<p><strong>W&ouml;&szlig;mann:</strong> Die Pisa-Studie hat gezeigt, dass ein knappes Viertel der 15-J&auml;hrigen nicht richtig lesen und rechnen k&ouml;nnen, die stehen dem Arbeitsmarkt nur eingeschr&auml;nkt zur Verf&uuml;gung. Gleichzeitig leiden viele Unternehmen schon jetzt unter einem Mangel an Fachkr&auml;ften. Die Wirtschaft wird also Druck auf die Politik aus&uuml;ben und selbst aktiv werden, um dieses Problem in den Griff zu bekommen. </p>
<p><strong>ZEIT:</strong>       Worauf achtet ein &Ouml;konom, wenn er das Schulsystem betrachtet?     </p>
<p><strong>W&ouml;&szlig;mann:</strong> Das Schl&uuml;sselwort hei&szlig;t &raquo;Anreize&laquo;. Der amerikanische Wirtschaftswissenschaftler Steven Landsburg hat das h&uuml;bsch formuliert: &raquo;Der Gro&szlig;teil der &Ouml;konomie kann in vier Worten zusammengefasst werden: &rsaquo;Menschen reagieren auf Anreize.&lsaquo; Der Rest ist Kommentar.&laquo; </p>
<p><strong>ZEIT:</strong>       Was hei&szlig;t das f&uuml;r die Schulen?     </p>
<p><strong>W&ouml;&szlig;mann:</strong> Auch da gilt: Menschen ziehen Dinge, die ihnen lieber sind, anderen Dingen vor, die ihnen weniger angenehm sind. Die erste Frage lautet also: Wie muss das Bildungssystem gestaltet werden, damit alle Beteiligten Anreize haben, zum Lernen der Sch&uuml;ler &ndash; denn das ist das &raquo;Kerngesch&auml;ft&laquo; &ndash; beizutragen? Die zweite Frage ist die nach der effizienten Nutzung der Ressourcen. </p>
<p><strong>ZEIT:</strong>       Was haben Sie dazu herausgefunden?     </p>
<p><strong>W&ouml;&szlig;mann:</strong>       Mehr Geld macht die Schulen nicht unbedingt besser.     </p>
<p><strong>ZEIT:</strong>       Wie kommen Sie darauf?     </p>
<p><strong>W&ouml;&szlig;mann:</strong> Ich habe die Bildungsausgaben verschiedener Staaten mit den Leistungen der Sch&uuml;ler in der Pisa-Studie verglichen &ndash; es gibt keinen Beleg daf&uuml;r, dass L&auml;nder, die mehr f&uuml;r die Bildung ausgeben, bessere Leistungen vorweisen. Die ostasiatischen Staaten liegen mit ihren Ausgaben eher im Durchschnitt, mit den Leistungen aber immer an der Spitze. Die USA hingegen investieren relativ viel Geld, ihre Sch&uuml;ler schneiden aber nur mittelm&auml;&szlig;ig ab. Auch Studien, die Leistungen innerhalb der L&auml;nder untersuchen, finden keine Belege f&uuml;r positive Effekte h&ouml;herer Ausgaben. </p>
<p><strong>ZEIT:</strong>       Das wird die Kultusminister freuen.     </p>
<p><strong>W&ouml;&szlig;mann:</strong>       Die Finanzminister vielleicht; die Kultusminister sollte es eher beunruhigen.     </p>
<p><strong>ZEIT:</strong>       Weshalb?     </p>
<p><strong>W&ouml;&szlig;mann:</strong> Weil die gedanklich simple L&ouml;sung, mehr Geld in das Bildungssystem zu pumpen, nicht funktioniert. Es schafft keine neuen Anreize, etwas besser zu machen. Das Geld versickert einfach in einem ineffizienten System. </p>
<p><strong>ZEIT:</strong> Eltern und Lehrerverb&auml;nde fordern regelm&auml;&szlig;ig die Einstellung von mehr P&auml;dagogen und kleinere Schulklassen. Da w&auml;re mehr Geld doch gut angelegt. </p>
<p><strong>W&ouml;&szlig;mann:</strong>       Diese Investitionen sind beliebt, haben aber &ndash; so zeigen zahllose Studien &ndash; kaum einen Effekt.     </p>
<p><strong>ZEIT:</strong>       Aber in Klassen mit weniger Sch&uuml;lern, das sagt einem der gesunde Menschenverstand, kann doch besser unterrichtet werden.     </p>
<p><strong>W&ouml;&szlig;mann:</strong> K&ouml;nnte vielleicht, wird aber nicht. Vielleicht w&uuml;rde sich etwas &auml;ndern, wenn etwa der Unterrichtsstil ge&auml;ndert w&uuml;rde. Dann m&uuml;sste man Lehrer belohnen, die besser unterrichten. Wenn man dazu mehr Geld braucht, w&auml;re das sinnvoll investiert. Aber einfach die Klassen zu verkleinern kostet nur Geld. </p>
<p><strong>ZEIT:</strong>       Im Englischunterricht, das haben Studien gezeigt, hat die Klassengr&ouml;&szlig;e einen Einfluss auf die Sch&uuml;lerleistungen.     </p>
<p><strong>W&ouml;&szlig;mann:</strong> Ja, vermutlich gilt das auch f&uuml;r F&ouml;rderunterricht und zu Beginn der Grundschule. Aber im Durchschnitt aller Klassen und F&auml;cher gilt es eben nicht. Nur in einem Bereich sind derzeit gr&ouml;&szlig;ere Investitionen sinnvoll, weil sie etwas bewirken: beim Ausbau der fr&uuml;hkindlichen F&ouml;rderung, insbesondere f&uuml;r Kinder aus benachteiligten Familien. </p>
<p><strong>ZEIT:</strong>       Sie sprachen von Anreizen. Werden unsere Lehrer gut genug bezahlt?     </p>
<p><strong>W&ouml;&szlig;mann:</strong>       Im internationalen Vergleich sogar sehr gut. Das ist also nicht das Problem.     </p>
<p><strong>ZEIT:</strong>       Sondern?     </p>
<p><strong>W&ouml;&szlig;mann:</strong> Der fehlende Anreiz, besser zu werden. Gute und einsatzbereite Lehrer oder jene, die Zusatzaufgaben &uuml;bernehmen, bekommen nicht mehr Geld als ihre faulen oder unf&auml;higen Kollegen. In Finnland etwa verdienen die Lehrer ein Drittel weniger als bei uns. Aber f&uuml;r Zusatzaufgaben und gute Leistungen bekommen sie Zulagen. Hierzulande werden die guten Lehrer bestraft und die faulen belohnt. Das kann nicht funktionieren. </p>
<p><strong>ZEIT:</strong>       Sind Sie noch auf andere Fehlinvestitionen gesto&szlig;en?     </p>
<p><strong>W&ouml;&szlig;mann:</strong> Hinterfragen muss man die Millionen, die in die Computerausstattung der Schulen geflossen sind. Es ist ein Irrglaube, anzunehmen, dass die Nutzung von Computern zu Hause und in der Schule zu besseren Leistungen f&uuml;hrt. Meine Studien zeigen das Gegenteil: Wer zu oft am Computer sitzt, lernt sogar schlechter. </p>
<p><strong>ZEIT:</strong>       Die Wirtschaftsorganisation OECD, die die Pisa-Studie initiiert hat, behauptet etwas anderes.     </p>
<p><strong>W&ouml;&szlig;mann:</strong> In der Tat zeigen Sch&uuml;ler, die intensiv Computer nutzen, oft bessere Leistungen als ihre Mitsch&uuml;ler. Die stammen aber h&auml;ufig aus bildungsf&ouml;rdernden Familien und gehen auf privilegierte Schulen. Wenn man den sozialen Hintergrund mit betrachtet, bringen Computer &ndash; zumindest so, wie sie jetzt genutzt werden &ndash; nichts f&uuml;r die Sch&uuml;lerleistung. </p>
<p><strong>ZEIT:</strong>       Sollte man also die Computer aus den Schulen verbannen?     </p>
<p><strong>W&ouml;&szlig;mann:</strong> Nein. Man sollte den Schulen nur nicht jede Mode aufzwingen, sondern neue Mittel und Methoden zun&auml;chst auf ihre Wirksamkeit hin untersuchen. Derzeit wird zum Beispiel der Fremdsprachenunterricht in den Grundschulen forciert. Aber keiner wei&szlig;, wie sich das wirklich langfristig auf die Leistungen auswirkt. </p>
<p><strong>ZEIT:</strong>       Was w&uuml;rden Sie am Schulsystem &auml;ndern, damit die Sch&uuml;ler besser lernen?     </p>
<p><strong>W&ouml;&szlig;mann:</strong> Es muss mehr Anreize f&uuml;r gute Lehrer und Schulen geben. Dazu muss klar sein, wer f&uuml;r eine Leistung verantwortlich ist, nur dann k&ouml;nnen Belohnungen und Sanktionen wirken. Deshalb halte ich neben mehr Fr&uuml;hf&ouml;rderung vor allem zwei institutionelle Reformen f&uuml;r n&ouml;tig: Erstens sollte der Staat nur die Ziele vorgeben, zum Beispiel, was die Sch&uuml;ler am Ende der neunten Klasse k&ouml;nnen m&uuml;ssen, und mit Tests und zentralen Pr&uuml;fungen das Erreichen dieser Ziele kontrollieren. Den Weg dahin sollte jede Schule autonom bestimmen, auch wof&uuml;r sie Geld ausgibt und welche Lehrer sie einstellt. Wichtig ist dieser Dreiklang: staatliche Zielvorgabe &ndash; Schulautonomie &ndash; externe Kontrolle. </p>
<p><strong>ZEIT:</strong>       Schulautonomie allein reicht nicht?     </p>
<p><strong>W&ouml;&szlig;mann:</strong>       Viele Studien zeigen, dass Autonomie ohne Kontrolle oftmals sogar zu schlechteren Leistungen f&uuml;hrt.     </p>
<p><strong>ZEIT:</strong>       Und die zweite institutionelle Reform?     </p>
<p><strong>W&ouml;&szlig;mann:</strong> Am besten schneiden die L&auml;nder ab, in denen der Staat nur die Finanzierung &uuml;bernimmt, sich die Schulen aber in privater Tr&auml;gerschaft befinden. </p>
<p><strong>ZEIT:</strong>       Das Pisa-Musterland Finnland hat aber ein staatliches Schulwesen.     </p>
<p><strong>W&ouml;&szlig;mann:</strong> Und in Holland, das bei Pisa nicht signifikant schlechter abschneidet als Finnland, gehen drei Viertel der Sch&uuml;ler auf privat geleitete Schulen &ndash; die alle staatlich finanziert sind. Systematische Antworten bekommen wir also nur, wenn wir alle Pisa-L&auml;nder miteinander vergleichen und gleichzeitig andere Effekte ber&uuml;cksichtigen. </p>
<p><strong>ZEIT:</strong>       Schulen zu privatisieren ist in Deutschland wohl eher eine utopische Forderung.     </p>
<p><strong>W&ouml;&szlig;mann:</strong> Sie sollen ja nicht von Discountern &uuml;bernommen werden. Die meisten Privatschulen heute sind kirchliche Schulen. Man sollte zumindest dar&uuml;ber nachdenken. Als Wissenschaftler kann ich nur die Ergebnisse meiner Studien auf den Tisch legen und Vorschl&auml;ge machen. </p>
<p><strong>ZEIT:</strong>       M&uuml;ssen wir die Schulstruktur &auml;ndern?     </p>
<p><strong>W&ouml;&szlig;mann:</strong> Auf jeden Fall, das habe ich erst k&uuml;rzlich f&uuml;r Deutschland nachgewiesen, ist die Bildungsungerechtigkeit gr&ouml;&szlig;er, je fr&uuml;her die Sch&uuml;ler auf verschiedene Schularten aufgeteilt werden. Arbeiterkinder lernen weniger als Oberschichtkinder, auch wenn sie genauso intelligent und f&auml;hig sind. Das ist moralisch verwerflich und &ouml;konomisch unvern&uuml;nftig. </p>
<p><strong>ZEIT:</strong>       W&auml;ren denn Gesamtschulen besser?     </p>
<p><strong>W&ouml;&szlig;mann:</strong> Nicht die deutsche Gesamtschul-Spezies, die zus&auml;tzlich neben die selektiven Schularten gestellt wurde. Aber die Kinder l&auml;nger in einer gemeinsamen Schule zu unterrichten funktioniert in anderen Staaten gut. In Deutschland sollte man die Kinder nicht schon nach der vierten Klasse auf verschiedene Schularten aufteilen und die Zahl der Schulformen reduzieren. </p>
<p><strong>ZEIT:</strong>       Was halten Sie von dem Vorhaben, mehr Ganztagsschulen einzuf&uuml;hren?     </p>
<p><strong>W&ouml;&szlig;mann:</strong> Das mag eine sozialpolitisch sinnvolle Ma&szlig;nahme sein. Mir ist aber keine Studie bekannt, die &uuml;berzeugend zeigt, dass Ganztagsschulen zu besseren Schulleistungen f&uuml;hren. Hier warne ich vor allzu viel Optimismus.</p>
<p> <a href="http://forumblog.whu-net.de/?p=11#more-11" class="more-link">&#8211;></a></p>
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		<title>Und</title>
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		<pubDate>Mon, 11 Feb 2008 20:41:44 +0000</pubDate>
		<dc:creator>roman.kirsch</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Innovation und Forschung]]></category>

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		<description><![CDATA[Das Voruteil vom unattraktiven Forschungsstandort Deutschland wird am Max-Planck Institut im Dresden und an vielen anderen deutschen Einrichtugen widerlegt. Siehst du das genau so? Deine Meinung zu diesem Thema interessiert uns und wir w&#252;rden uns freuen, dich auf dem forumWHU begr&#252;&#223;eb zu d&#252;rfen. Du kannst uns auch gerne ein comment hinterlassen. 
Das Max-Planck-Institut in Dresden [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Das Voruteil vom unattraktiven Forschungsstandort Deutschland wird am Max-Planck Institut im Dresden und an vielen anderen deutschen Einrichtugen widerlegt. Siehst du das genau so? Deine Meinung zu diesem Thema interessiert uns und wir w&uuml;rden uns freuen, dich auf dem <em>forum</em>WHU begr&uuml;&szlig;eb zu d&uuml;rfen. Du kannst uns auch gerne ein comment hinterlassen.</strong> </p>
<p class="subtitle">Das Max-Planck-Institut in Dresden hat die Botenstoffe, um Wissenschaftler aus aller Welt anzulocken</p>
<p>Nach Forschung sieht es hier nicht aus. Eher nach einem New-Economy-Unternehmen in der wilden Bl&uuml;tezeit des B&ouml;rsenfiebers vor sechs Jahren. Mit flachen Hierarchien, einem Kickertisch im Pausenraum und vielen Sitzgruppen zum kollegialen Austausch. Die Forscher am Dresdner Max-Planck-Institut f&uuml;r Molekulare Zellbiologie pflegen einen amerikanisch-lockeren Umgangston &ndash; kein Wunder, denn die meisten von ihnen kommen aus dem Ausland.</p>
<p>Wissenschaftler aus 31 Nationen forschen hier &ndash; und widerlegen damit eindrucksvoll das Vorurteil vom unattraktiven Forschungsstandort Deutschland, aus dem die kl&uuml;gsten K&ouml;pfe abwandern. &raquo;Nat&uuml;rlich ist der Brain-Drain f&uuml;r uns ein Thema&laquo;, sagt Institutssprecher Florian Frisch fr&ouml;hlich: &raquo;Wir verursachen ihn in anderen L&auml;ndern!&laquo;</p>
<p>So musste Italien Marino Zerial ziehen lassen. Er ist einer der sechs Institutsdirektoren und hoch dekoriert. Gerade hat er den Leibniz-Preis bekommen, eine der h&ouml;chsten deutschen Auszeichnungen f&uuml;r Wissenschaftler. Sein Schreibtisch steht an einem riesigen Fenster, einen Steinwurf entfernt flie&szlig;t die Elbe. &raquo;Ich habe hier die optimalen Bedingungen&laquo;, lobt er, &raquo;ein motiviertes Team, einen unkomplizierten Austausch mit den Kollegen und eine hervorragende Laborausstattung.&laquo;</p>
<p>Die Konkurrenz vieler ausl&auml;ndischer Hochschulen hat Deutschland &uuml;ber lange Jahre stark zugesetzt &ndash; hoch dotierte Forschungsvertr&auml;ge und angesehene Universit&auml;ten vor allem in Amerika galten als Magnete f&uuml;r Koryph&auml;en. &raquo;Wir sind aber wesentlich besser als unser Ruf&laquo;, sagt Robert Paul K&ouml;nigs von der Deutschen Forschungsgemeinschaft. Weltweit sieht er Deutschland unter den vier besten Wissenschaftsstandorten. Wie viele ausl&auml;ndische Forscher hier arbeiten, h&auml;nge stark von der Fachrichtung ab: &raquo;Die Ingenieurwissenschaften zum Beispiel arbeiten oft eng mit der Wirtschaft zusammen und sind deshalb st&auml;rker im nationalen Umfeld vernetzt. Bei den Geistes- und Sozialwissenschaftlern haben die Fragestellungen immer wieder einen lokalisierten Bezug, sodass der Druck zur Internationalisierung nicht so gro&szlig; ist.&laquo; Die Forscher in den Lebenswissenschaften pflegten hingegen intensive Kontakte in aller Welt.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p> Viele deutsche Einrichtungen haben es in diesem Bereich an die Weltspitze geschafft. Wieland Huttner, Gesch&auml;ftsf&uuml;hrender Direktor des Dresdner Max-Planck-Instituts, erinnert sich an dessen Gr&uuml;ndung vor acht Jahren: &raquo;Da waren wir noch ein Geheimtipp, die Kollegen in Amerika haben sich auf Konferenzen h&auml;ufig gefragt: <em>&rsaquo;Did you hear about Dresden?&lsaquo;</em> Inzwischen kennen die uns alle!&laquo; Und viele schauen sich sogar die Struktur ab, die es als &raquo;Dresdner Modell&laquo; zum weltweiten Vorbild gebracht hat. Zu diesem Modell geh&ouml;rt, dass s&auml;mtliche Forschungsgruppen eigenst&auml;ndig arbeiten. Das Thema ist vorgegeben, aber wie die Wissenschaftler es angehen, ist ihnen selbst &uuml;berlassen. Eng ist der Austausch zwischen den Abteilungen, niemand wacht eifers&uuml;chtig &uuml;ber seine Ergebnisse. Die flachen Hierarchien sorgen f&uuml;r Inspiration. </p>
<p>Das spricht sich offenbar schnell herum in der akademischen Welt und bringt die Dresdner in eine komfortable Situation: Ist eine Stelle offen, sprechen sie einfach den renommiertesten Forscher auf dem gefragten Gebiet an. Nicht nur der gute Ruf lockt die Wissenschaftler, sondern auch die Dresdner Rundumbetreuung. Zwei Mitarbeiterinnen k&uuml;mmern sich um alles, wof&uuml;r die deutsche B&uuml;rokratie ber&uuml;chtigt ist: Aufenthaltsgenehmigungen, Wohnortnachweise, Steuererkl&auml;rungen, F&uuml;hrerscheinumschreibungen, Versicherungsvertr&auml;ge.</p>
<p>Diese geballten Argumente haben auch Jonathan Howard &uuml;berzeugt. Der geb&uuml;rtige Australier hatte als Professor in Seattle gearbeitet und es dort in die weltweite Spitzengruppe der Genforscher geschafft. Vor sechs Jahren erreichte ihn das Angebot aus Dresden. &raquo;Da habe ich meine Sachen gepackt und bin hierher gekommen&laquo;, sagt Howard. Er erz&auml;hlt die Geschichte so, als sei der Schritt nach Europa selbstverst&auml;ndlich. Dabei kamen Widerst&auml;nde von vielen Seiten: Seine Freunde h&auml;tten ihn f&uuml;r verr&uuml;ckt erkl&auml;rt, ausgerechnet nach Deutschland zu gehen &ndash; noch immer ist der Ruf der USA als Forschungsnation Nummer eins unersch&uuml;tterlich. Und nicht zuletzt sind dort die Professorenstellen wesentlich besser dotiert. Howard winkt ab: &raquo;Daf&uuml;r m&uuml;sste ich meine Kinder auf eine Privatschule schicken, und wir brauchten mehrere Autos, weil es keinen &ouml;ffentlichen Nahverkehr gibt. Unterm Strich lebe ich in Deutschland mindestens genauso gut wie in den USA!&laquo;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><font size="1">aus: Die Zeit vom 23.09.2007</font></p>
<p> <a href="http://forumblog.whu-net.de/?p=10#more-10" class="more-link">&#8211;></a></p>
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		<item>
		<title>Patent - Problem: In Deutschland erdacht - im Ausland gemacht</title>
		<link>http://forumblog.whu-net.de/?p=8</link>
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		<pubDate>Mon, 11 Feb 2008 20:31:13 +0000</pubDate>
		<dc:creator>roman.kirsch</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Innovation und Forschung]]></category>

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		<description><![CDATA[ 
Deutsche T&#252;ftler sind Ideenweltmeister. Doch das Geld mit neuen Produkten wie MP3-Player, Hybridmotor oder Faxger&#228;t verdienen meist ausl&#228;ndische Konzerne. Deutschland k&#246;nnte geistige Sch&#228;tze im Milliardenwert heben, wenn hiesige Unternehmen nur mehr Teamgeist h&#228;tten.
Hamburg - Apple hat Grund zum Feiern. Mehr als zwei Milliarden digitalisierte Songs hat die US-Firma bereits &#252;ber ihren Onlineshop iTunes verkauft. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><span style="font-size: 12pt;" times="" new="" roman="" serif=""><a href="mailto:kai_lange@manager-magazin.de,mm-lesermail@manager-magazin.de"><span style="color: blue;"></span></a> <o:p></o:p></span></p>
<p style="margin-left: 0in; text-indent: 0in;" class="MsoNormal"><span style="font-size: 12pt;" times="" new="" roman="" serif=""><strong><font size="2">Deutsche T&uuml;ftler sind Ideenweltmeister. Doch das Geld mit neuen Produkten wie MP3-Player, Hybridmotor oder Faxger&auml;t verdienen meist ausl&auml;ndische Konzerne. Deutschland k&ouml;nnte geistige Sch&auml;tze im Milliardenwert heben, wenn hiesige Unternehmen nur mehr Teamgeist h&auml;tten.</font></strong><o:p></o:p></span></p>
<p>Hamburg - Apple hat Grund zum Feiern. Mehr als zwei Milliarden digitalisierte Songs hat die US-Firma bereits &uuml;ber ihren Onlineshop iTunes verkauft. Der Gewinn kletterte 2006 auch dank des &uuml;berragenden Erfolgs des Musikplayers iPod auf 1,3 Milliarden Dollar. Beim Fraunhofer-Institut in Erlangen, das an der Entwicklung der Musikformats MP3 ma&szlig;geblich beteiligt war, f&auml;llt die Feier verhaltener aus: Die deutschen Forscher verbuchen zwar j&auml;hrlich Lizenzgeb&uuml;hren in Millionenh&ouml;he, doch die zahlen Apple<a target="Boerse" href="http://boersen.manager-magazin.de/mmo/suche.htm?isin=US0378331005"><span style="color: blue; text-decoration: none;"></span></a>, Microsoft <a target="Boerse" href="http://boersen.manager-magazin.de/mmo/suche.htm?isin=US5949181045"><span style="color: blue; text-decoration: none;"><span style=""></span><!--[endif]--></span></a>und andere MP3-Nutzer aus der Portokasse.</p>
<p>Oder der Hybridmotor. Das erste Auto, das wechselweise mit Elektro- und Verbrennungsmotor fuhr, war 1973 ein umgebauter VW Bully. Die Ingenieure der Technischen Hochschule Aachen holten sich mit ihrem Prototyp jedoch eine Abfuhr bei deutschen Autobauern. Heute beherrscht Toyota <a target="Boerse" href="http://boersen.manager-magazin.de/mmo/suche.htm?isin=JP3633400001"><span style="color: blue; text-decoration: none;"><span style=""></span><!--[endif]--></span></a>mit dem Modell Prius diesen Markt, und deutsche Autohersteller m&uuml;hen sich in hektisch geschmiedeten Allianzen, ihren R&uuml;ckstand aufzuholen.</p>
<p>Oder das Fernsehen. Die erste vollelektronische Fernseh&uuml;bertragung entwickelten Siegmund Loewe und Manfred von Ardenne im Jahr 1931. Der AEG-Techniker Walter Bruch setzte 1963 mit dem Farbfernsehstandard PAL noch eine Innovation drauf. Inzwischen ist AEG pleite, und dass deutsche Unternehmen im Bereich Fernsehelektronik nur noch eine Nebenrolle spielen, kann man in jedem Media-Markt besichtigen. Die Serie der verpassten Chancen l&auml;sst sich fortsetzen (siehe Bildergalerie).</p>
<p><strong>Milliardenwerte nicht genutzt</strong> </p>
<p>Deutsche T&uuml;ftler sind Weltmeister bei Ideen, aber Amateure in der Umsetzung. &quot;Amerikaner und Asiaten sind immer noch besser, was die Umsetzung in marktf&auml;hige Produkte betrifft&quot;, sagt Karsten M&uuml;ller, Vorstandschef der Beratungsgesellschaft f&uuml;r Patentbewertung und -verwertung IP Bewertungs AG (IPB). Beim Europ&auml;ischen Patentamt in M&uuml;nchen reichten deutsche Einzelpersonen und Unternehmen im vergangenen Jahr knapp 26.000 Anmeldungen ein - gemessen an der Einwohnerzahl ist kein Land kreativer. Nach Anzahl der bei der Weltorganisation f&uuml;r geistiges Eigentum in Genf eingereichten internationalen Patente rangiert Deutschland mit 17.000 hinter Japan (27.000) und den USA (50.000). Doch das Land der Ideen weist auch alarmierende Daten auf.</p>
<p style="margin-left: 0in; text-indent: 0.3pt;" class="MsoNormal">Deutschland offenbart nicht nur Schw&auml;chen bei der Umsetzung von der Idee zum Produkt. Jedes vierte Patent in Deutschland wird gar nicht erst auf den Markt gebracht, wie eine Umfrage des arbeitgebernahen Instituts der Deutschen Wirtschaft (IW) unter 2600 Betrieben ergab. Zahllose Prototypen verstauben in den Regalen, weil sie nach Auffassung ihrer Sch&ouml;pfer &quot;noch nicht reif f&uuml;r den Markt sind&quot;, oder weil schlicht das n&ouml;tige Eigenkapital fehlt, um eine Idee weiterzuentwickeln und zu vermarkten. Nach Sch&auml;tzungen des IW sitzt die deutsche Wirtschaft damit auf nicht realisierten Verm&ouml;genswerten von mindestens acht Milliarden Euro.</p>
<p style="margin-left: 0in; text-indent: 0.3pt;" class="MsoNormal"><o:p> </o:p></p>
<p>Mit dieser Nachl&auml;ssigkeit riskiert Deutschland seine Zukunft. Denn in der globalen Wissensgesellschaft gewinnt der Handel mit Patenten und Patentlizenzen eine immer gr&ouml;&szlig;ere Bedeutung: 1990 wurden weltweit noch zehn Milliarden Dollar f&uuml;r Patentlizenzen gezahlt - nach einer Studie der Deutschen Bank werden es im Jahr 2010 bereits 500 Milliarden Dollar sein.</p>
<p>Der Marktwert der 500 gr&ouml;&szlig;ten US-Unternehmen h&auml;ngt laut der Studie bereits zu drei Vierteln von immateriellen Werten ab. Werte wie Grundbesitz, Immobilien oder Maschinen werden im Vergleich zu Patenten und anderen immateriellen Werten k&uuml;nftig weiter an Bedeutung verlieren.</p>
<p>&quot;Innovationen sind die einzige Chance, Arbeitspl&auml;tze in Europa zu schaffen und zu erhalten&quot;, sagt Oliver Gassmann, Direktor des Instituts f&uuml;r Technologiemanagement an der Universit&auml;t St. Gallen. &quot;Sobald wir darauf verzichten und uns auf einen Wettlauf um niedrigere Arbeitskosten einlassen, haben wir schon verloren.&quot; Die Konsequenz: Nur innovative Unternehmen werden in Europa langfristig &uuml;berleben.</p>
<p>Es geht also nicht darum, m&ouml;glichst viele Ideen zu haben, sondern diese auch gewinnbringend zu nutzen. Kein Unternehmen kann es sich leisten, Patente lediglich zu verwalten - es muss diese aktiv managen und sich gegen&uuml;ber Partnern &ouml;ffnen, um Ideen weltweit in Profit zu verwandeln. Das hat Konsequenzen nicht nur f&uuml;r deutsche Konzerne, sondern auch f&uuml;r mittelst&auml;ndische Unternehmen und Universit&auml;ten.</p>
<p><strong>Nicht mehr alles selber machen</strong> </p>
<p>In der Vergangenheit haben deutsche Unternehmen weltweit Erfolge gefeiert, weil sie sich technologisch eingemauert haben. In einer Art Wagenburgmentalit&auml;t wurden Patente vor allem als Eigenschutz verstanden: &quot;Wir lassen uns das sch&uuml;tzen&quot; hie&szlig; es in den Forschungsabteilungen - um die Idee dann zu gegebener Zeit weiterzuentwickeln und zu vermarkten, am besten selbst.</p>
<p>Mit der Globalisierung, schnellerem Wissenstransfer, k&uuml;rzeren Produktzyklen und immensen Forschungsinvestitionen weltweit, haben sich die Verh&auml;ltnisse jedoch ge&auml;ndert. Deutsche Ingenieure operieren nicht mehr aus einem komfortablen Technologievorsprung heraus, sondern m&uuml;ssen auf wachsende Konkurrenz und sich ver&auml;ndernde Marktbedingungen reagieren.</p>
<p>&quot;Heute muss bereits die Idee als eine handelbare Ware begriffen werden&quot;, sagt IPB-Chef M&uuml;ller. Es gehe nicht nur darum, eine Idee zu sch&uuml;tzen, sondern sie m&ouml;glichst effizient an den Markt zu bringen. Dies setze ein striktes Patentmanagement sowie eine &Ouml;ffnung gegen&uuml;ber Partnern voraus: &quot;Man muss nicht alles selber machen, sondern sollte sich auf seine St&auml;rke konzentrieren und sich gegebenenfalls auch von Projekten trennen.&quot; Weiterer Schritt sei die Analyse, welche Leistungen von extern hinzugezogen werden m&uuml;ssen, um aus einer Idee eine Innovation und aus einer Innovation ein marktf&auml;higes Produkt zu entwickeln.</p>
<p><strong>&Ouml;ffnung f&uuml;r Partner - Patente als Container</strong> </p>
<p>Die Globalisierung hat jedoch nicht nur die Wettbewerbsbedingungen ver&auml;ndert - sie kann Deutschland auch aus der Patent-Patsche helfen. &quot;Schon die Idee ist ein handelbares Gut - es muss nicht der komplette Prozess bis zum weltweit vermarkteten Produkt in einer Hand bleiben&quot;, betont M&uuml;ller. Die Globalisierung erm&ouml;gliche nicht nur eine Arbeitsteilung bei der Gewinnung von Wissen - sie erlaubt auch, eine Wertsch&ouml;pfungskette aus verschiedenen Partnern zu kn&uuml;pfen. Damit die Idee sicher auf Partnersuche gehen kann, bedarf sie eines stabilen Transportcontainers: &quot;Das Patent sch&uuml;tzt das Wissen auf Reisen&quot;, sagt M&uuml;ller. Beim Patentschutz zu sparen, kann teuer werden: Ideenklau oder &auml;u&szlig;erst sp&auml;rliche Lizenzeinnahmen k&ouml;nnen die Folge sein.</p>
<p>&Ouml;ffnung als Rettung: Die Devise &quot;Innovation lokal, Exekution global&quot; klingt zwar griffig, bedeutet in der Realit&auml;t aber einen teuren und langwierigen Prozess. Beratungs- und Bewertungsgesellschaften bieten hier ihre Dienste an, um eine Br&uuml;cke zwischen Patent- und Kapitalmarkt zu bauen. &quot;Vielen Unternehmen fehlt es an Geld oder an Know-how, um eine Idee zu einer Innovation zu veredeln und anschlie&szlig;end Vermarktungspartner f&uuml;r das neue Produkt zu finden&quot;, wei&szlig; M&uuml;ller. Zu den Entwicklungs- und Suchkosten kommen Kosten f&uuml;r die gegenseitige Pr&uuml;fung (Due Diligence) sowie Verhandlungskosten hinzu: &quot;Kaum ein Mittelst&auml;ndler hat die Zeit und Geduld, um Lizenzverhandlungen mit einem Partner in Asien zu f&uuml;hren.&quot;</p>
<p>Ein m&uuml;hsamer Prozess. Wer sich jedoch keine professionelle Hilfe holt und keine Partner in die gemeinsame Wertsch&ouml;pfung einbindet, zahlt m&ouml;glicherweise einen noch h&ouml;heren Preis. Er riskiert, dass eine Idee ungenutzt liegen bleibt und fr&uuml;her oder sp&auml;ter von anderen verwertet wird.</p>
<p>Viele Unternehmen beschr&auml;nken sich zudem zu sehr auf den aktuellen Markt und auf ihre Kernkompetenz. Dabei lohnt sich ein Blick auf andere Branchen, die bestimmte Probleme m&ouml;glicherweise schon gel&ouml;st haben. &quot;80 Prozent der Innovationen sind Rekombinationen&quot;, sagt Gassmann. Man m&uuml;sse nicht selbst alles neu erfinden, betont der Technologieexperte der Universit&auml;t St. Gallen: Die Transferbereiche, die an der Schnittstelle etablierter Industrien entstehen, b&ouml;ten genug Raum f&uuml;r Neues.</p>
<p>Ein Automobilbauer, der zum Beispiel die Aluminium-Leichtbauweise perfektioniert hat, kann dieses Wissen durch Partnerschaften auch im Maschinenbau oder der Luftfahrtindustrie gewinnbringend einsetzen.</p>
<p><strong>Schuhd&auml;mpung aus der Formel 1</strong> </p>
<p>Die F&auml;higkeit, &uuml;ber die eigene Branche hinaus zu blicken, beweist auch das Forschungsteam des bayerischen Autobauers BMW<a target="Boerse" href="http://boersen.manager-magazin.de/mmo/suche.htm?isin=DE0005190003"><span style="color: blue; text-decoration: none;"><span style=""></span><!--[endif]--></span></a>. Das in neuen BMW-Modellen genutzte Steuerungssystem &quot;iDrive&quot; nutzt Navigationselemente aus der Computerspielbranche. Der an einen Joystick erinnernde Drehknopf in der Mittelkonsole ist f&uuml;r viele Kunden zwar gew&ouml;hnungsbed&uuml;rftig, aber dennoch ein Beispiel f&uuml;r eine fruchtbare &Uuml;bernahme aus anderen Bereichen.</p>
<p>Erfolgreich im Schnittstellenbereich bewegt sich auch der Sportschuhhersteller Nike<a target="Boerse" href="http://boersen.manager-magazin.de/mmo/suche.htm?isin=US6541061031"><span style="color: blue; text-decoration: none;"><span style=""></span><!--[endif]--></span></a>, der seine &quot;Shox&quot;-Laufschuhe nach dem Vorbild von in der Formel 1 genutzten Sto&szlig;d&auml;mpfern ged&auml;mpft hat. Wer bei der Entwicklung neuer Produkte jedoch lediglich an das Produkt an sich denkt, greift zu kurz: Regulierungsvorgaben sowie die Finanzierung sind in Deutschland noch immer hohe H&uuml;rden auf dem Weg zu einem neuen Produkt.</p>
<p><strong>Regulierungsblockaden ausr&auml;umen</strong> </p>
<p>Vor allem die Hochschulen leiden nach Ansicht von Gassmann an einer zu starken Regulierung. Enge Zielvorgaben, ein ausuferndes Berichtswesen und detaillierte Vorschriften, auf welche Weise ein Vorhaben anzugehen sei, bremsten in vielen Bereichen die Kreativit&auml;t. Der F&ouml;deralismus in der deutschen Forschungspolitik erschwere zudem die notwendige B&uuml;ndelung der Ressourcen, erg&auml;nzt Peter Str&uuml;ven, Partner bei der Boston Consulting Group. Statt den Wettbewerb zwischen Bundesl&auml;ndern und Hochschulen zu f&ouml;rdern, sollte Deutschland besser mit geballter Kraft der Forscherkonkurrenz in USA, Japan und zunehmend auch China und Indien die Stirn bieten.</p>
<p>Die Maxime, dass alle an einer Hochschule entwickelten Patente grunds&auml;tzlich der Hochschule geh&ouml;ren, ist nach Einsch&auml;tzung von Gassmann kontraproduktiv: &quot;In der Praxis f&uuml;hrt das dazu, dass Industrieunternehmen nicht mehr ihre Topvorhaben, sondern nur noch drittklassige Forschungsprojekte mit einer Hochschule teilen&quot;.</p>
<p><strong>Austauschm&ouml;glichkeiten blockiert</strong> </p>
<p>Die Einbindung einer Hochschule diene dann vorrangig dem Zweck, Forschernachwuchs zu rekrutieren. Bei den wirklich wichtigen Projekten sei dagegen die Bef&uuml;rchtung zu gro&szlig;, dass man durch eine Forschungskooperation in einen z&auml;hen Rechtsstreit mit einer Hochschule &uuml;ber Intellectual Property geraten k&ouml;nnte.</p>
<p>&quot;Wenn ein Unternehmen treibende Kraft einer Entwicklung ist, sollten ihm auch die Verwertungsrechte geh&ouml;ren&quot;, meint Gassmann. Anderenfalls werde der Austausch zwischen Hochschule und Unternehmen blockiert, die sich hervorragend erg&auml;nzen k&ouml;nnten.</p>
<p>Mehr als die H&auml;lfte der vom IW befragten Unternehmen fehlt es nach eigenen Angaben an Eigenkapital, um ihre Patente weiterzuentwickeln. Dass Deutschland bei der Finanzierung junger Technologieunternehmen abgeschlagen ist, mag kaum jemand bestreiten.</p>
<p>Nicht nur Hochschulen und Mittelst&auml;ndlern fehlt h&auml;ufig das Geld, um ihre Ideen zu veredeln: Selbst innerhalb gro&szlig;er Konzerne sind die Budgets begrenzt, erst recht beim Risikokapital.</p>
<p>&quot;In den USA gibt es dagegen eine ausgepr&auml;gte Venture-Capital-Kultur, die f&uuml;r Unternehmen gute Finanzierungsm&ouml;glichkeiten bietet&quot;, meint M&uuml;ller. W&auml;hrend bereits zahlreiche ausl&auml;ndische Firmenj&auml;ger auch in Deutschland auf der Suche nach Anlagezielen sind, gebe es im Bereich Risikokapital noch nationale und kulturelle Barrieren: Man m&uuml;sse schon sehr dicht an einem Unternehmen dran sein, um das Potential einer Idee oder eines Patents beurteilen zu k&ouml;nnen. Ein von der Politik reguliertes Subventionssystem wie in Deutschland k&ouml;nne flexibles, privates Risikokapital nicht ersetzen.</p>
<p>Die Unternehmensteuerreform in Deutschland k&ouml;nnte sich als weiterer Bremsklotz erweisen. Die geplante Abgeltungsteuer stellt Aktion&auml;re schlechter als Anleihenbesitzer und erschwert damit die Versorgung mit Eigenkapital. Das Vorhaben, Verlustvortr&auml;ge k&uuml;nftig schneller wegfallen zu lassen, k&ouml;nnte sich nach Ansicht der Gr&uuml;nen-Politikerin Christine Scheel zum &quot;Desaster f&uuml;r innovative Start-up-Unternehmen&quot; entwickeln. </p>
<p>Sorgen bereiten ihr auch die neuen Steuerpl&auml;ne bei sogenannten &quot;Funktionsverlagerungen&quot;: Der Gesetzgeber hatte geplant, hier ein Steuerschlupfloch zu schlie&szlig;en. Doch in der Praxis k&ouml;nnte es dazu f&uuml;hren, dass junge Unternehmen k&uuml;nftig auch ihre Forschungsabteilungen ins Ausland verlagern, um Steuernachteile zu vermeiden.</p>
<p><strong>Auch an Dienstleistungen denken</strong> </p>
<p>Riskant ist au&szlig;erdem, bei der Verwertung von Patenten lediglich an die Hardware und nicht an damit verbundenen Dienstleistungen zu denken. Vor allem US-amerikanische Unternehmen sind flei&szlig;ig dabei, auch reine Dienstleistungen zu patentieren.</p>
<p>Deutsche und Schweizer Banken haben es schmerzhaft zu sp&uuml;ren bekommen, als die Citigroup ein Patent auf ein automatisiertes Verfahren zur Wechselkursabsicherung geltend machte. &quot;In diesen Bereich kommt auch in Deutschland Bewegung&quot;, sagt Gassmann. Vor allem Versicherungsgesellschaften h&auml;tten die Patentierung von Dienstleistungen inzwischen auf die Agenda gesetzt.</p>
<p>Wer nicht nur bei Ideen, sondern auch bei der Wertsch&ouml;pfung f&uuml;hrend sein will, muss branchen&uuml;bergreifend denken und Dienstleistungen im Blick behalten. Die Kaffeehauskette Starbucks zum Beispiel erzielt nicht deshalb Spitzenpreise, weil sie den Kaffee neu erfunden hat. Kunden zahlen bereitwillig auch f&uuml;r die Wohlf&uuml;hlatmosph&auml;re, die ged&auml;mpfte Musik und angenehme M&ouml;blierung erzeugen: Inzwischen schl&auml;gt sich Starbucks in China mit Kopisten herum - ein verl&auml;ssliches Signal, dass die Gesch&auml;ftsidee etwas taugt.</p>
<p>Selbst der Fall MP3 ist f&uuml;r Patentexperten eher ein zukunftsweisendes als ein warnendes Beispiel. &quot;Das Fraunhofer Institut wird niemals mit der gleichen Macht eine Innovation vermarkten k&ouml;nnen wie die Firma Apple. Es sollte sich weiter auf Forschung konzentrieren und weltweites Marketing den Amerikanern &uuml;berlassen, das k&ouml;nnen die besser&quot;, meint M&uuml;ller. Nicht auszudenken allerdings, wenn die Erlanger Forscher schon in einer fr&uuml;hen Phase Produkt- und Vermarktungspartnerschaften mit Apple, Microsoft oder gar mit Siemens geschlossen h&auml;tten: Dem Innovationsstandort Deutschland h&auml;tte solch ein Patentmanagement nicht geschadet.</p>
<p><font size="1">aus dem Spiegel vom 09.04.2007</font></p>
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		<title>Unternehmen</title>
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		<pubDate>Mon, 11 Feb 2008 20:19:04 +0000</pubDate>
		<dc:creator>roman.kirsch</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Wettbewerbsfähigkeit und Standort Deutschland]]></category>

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		<description><![CDATA[WENN UNTERNEHMEN IHRE PRODUKTION VERLAGERN - Nicht Lohnsenkung, sondern Innovation ist das entscheidende Stichwort - denn arbeitsintensive Betriebe sind ohnehin nicht zu halten
Wenn Arbeitspl&#228;tze in Deutschland ab- und im Ausland aufgebaut werden, ist das f&#252;r die Betroffenen eine ziemlich &#252;ble Situation. Denn neue Jobs gibt es kaum, daf&#252;r aber umso mehr Erkl&#228;rungen und Handlungsratschl&#228;ge. Verlagert [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong><font size="2"><span class="stichwort">WENN UNTERNEHMEN IHRE PRODUKTION VERLAGERN - </span><span class="untertitel">Nicht Lohnsenkung, sondern Innovation ist das entscheidende Stichwort - denn arbeitsintensive Betriebe sind ohnehin nicht zu halten</span></font></strong></p>
<p><font size="2">Wenn Arbeitspl&auml;tze in Deutschland ab- und im Ausland aufgebaut werden, ist das f&uuml;r die Betroffenen eine ziemlich &uuml;ble Situation. Denn neue Jobs gibt es kaum, daf&uuml;r aber umso mehr Erkl&auml;rungen und Handlungsratschl&auml;ge. Verlagert werde, weil die Kosten zu hoch sind. Deshalb: Einkommen runter und die Welt ist in Ordnung. Hochwissenschaftlich wird dann noch erg&auml;nzt: Wir sind zu einer Basar&ouml;konomie verkommen, in der nur noch Dinge verscherbelt werden, die andere preiswert produzieren - so etwa Hans-Werner Sinn vom M&uuml;nchner ifo-Institut. Das ist dann auch die vermeintliche Antwort auf die Frage, warum es im Lande des Exportweltmeisters fl&auml;chendeckend Niedrigl&ouml;hne geben soll.Damit die Drohung wirkt, muss die Situation nat&uuml;rlich dramatisch beschrieben werden. Das geschieht dann mit plastischen Einzelbeispielen, die das entstehen lassen, was man - analog zum Wetter - die &#8220;gef&uuml;hlte Verlagerungsquote&#8221; nennen k&ouml;nnte. Nur: Wie viel wird eigentlich verlagert? &#8220;Es gibt keine Statistik, die die Abwanderungen von Firmen und Arbeitspl&auml;tzen ins Ausland verl&auml;sslich misst.&#8221; Zu dem Schluss kommt ein Diskussionspapier des Deutschen Instituts f&uuml;r Wirtschaftsforschung. Erg&auml;nzend hei&szlig;t es, dass einige gefestigte wissenschaftliche Aussagen zum Beispiel aus Direktinvestitionen im Ausland oder auch theoretischen &Uuml;berlegungen abgeleitet werden k&ouml;nnen. Beim Blick auf die Direktinvestitionen, die sozusagen das technische Mittel f&uuml;r Verlagerungen sind, f&auml;llt eines auf: In jene L&auml;nder, die immer wieder erw&auml;hnt werden, also die neuen EU-Mitgliedstaaten in Osteuropa oder die ostasiatischen Billiglohnl&auml;nder, flie&szlig;en nicht einmal zehn Prozent der Direktinvestitionen aus Deutschland.</font></p>
<p><font size="2">Diese Zahl muss man vor Augen haben, wenn Daten &uuml;ber Verlagerungen genannt werden. So ver&ouml;ffentlicht der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK) in gewissen Abst&auml;nden Ergebnisse von Umfragen. Darin wird gefragt, wie viele Unternehmen Teile der Produktion oder die Produktion insgesamt innerhalb der n&auml;chsten drei Jahre ins Ausland verlagern wollen. Der letzten Umfrage von 2003 zufolge waren das 24 Prozent. Dass die Absicht allein noch keine aussagekr&auml;ftige Gr&ouml;&szlig;e ist, hat der DIHK offenbar im Laufe der Jahre bemerkt und erstmals r&uuml;ckwirkend gefragt, wie viele denn nun tats&auml;chlich verlagert haben. Das waren von 2000 bis 2003 etwa 18 Prozent der Industrieunternehmen. Es geht - wie gesagt - um Unternehmen. Wie viele Arbeitspl&auml;tze betroffen oder wie hoch die damit verbundenen Investitionen sind, bleibt v&ouml;llig offen.</font></p>
<p><font size="2">Auch das Fraunhofer Institut Systemtechnik und Innovationsforschung (ISI) nennt Daten &uuml;ber Produktionsverlagerungen. Basis ist die seit 1993 im Zweijahresrhythmus durchgef&uuml;hrte Erhebung &#8220;Innovationen in der Produktion&#8221;, die zun&auml;chst auf die Metall- und Elektroindustrie beschr&auml;nkt war und 2001 auf die chemische und kunststoffverarbeitende Industrie ausgeweitet wurde. Im Auftrag des Bundesfinanzministeriums sind die Daten auch in Bezug auf Verlagerung und R&uuml;ckverlagerung von Produktion ausgewertet worden. F&uuml;r das Jahr 2003 kommt das ISI auf einen Anteil von 25 Prozent, die verlagert haben und vier Prozent, die wieder zur&uuml;ck gewandert sind. Ein Trend ist in der Zeitreihe nicht zu beobachten. Die Verlagerungen betrugen in den Jahren 1997, 1999 und 2001 jeweils 26, 27 beziehungsweise 19 Prozent, die R&uuml;ckverlagerungen vier, sechs und sechs Prozent.</font></p>
<p><font size="2">Bemerkenswert beim Vergleich der beiden Erhebungen sind die nachgefragten Motive f&uuml;r die Verlagerung. Laut DIHK sind die H&ouml;he der Arbeitskosten mit 45 Prozent das Hauptmotiv, gefolgt von Steuern und Abgaben mit 38 Prozent. Bei der Umfrage des Fraunhofer Instituts waren Mehrfachnennungen m&ouml;glich. Kosten der Produktionsfaktoren nannten 87 Prozent, Steuern und Abgaben 27 Prozent. Klarheit ist so nicht unbedingt zu schaffen. Deshalb ist ein Blick darauf, was eigentlich geschieht, wenn verlagert wird, von Bedeutung.</font></p>
<p><font size="2">Ein sehr gro&szlig;er Teil der Verlagerungen - dar&uuml;ber besteht Einigkeit - betrifft die arbeitsintensive Produktion. Hier spielt dann auch das Motiv Kostensenkung eine Rolle. Wenn am neuen Standort auf die gleiche Weise und f&uuml;r den gleichen Markt produziert wird, sind Lohnkosten (und m&ouml;glicherweise Subventionen) der einzige Faktor, der sich ver&auml;ndert. Ob sich das rechnet, h&auml;ngt nun wiederum davon ab, inwieweit anschlie&szlig;end die schwierigere Logistik zu meistern ist - oder die Qualit&auml;t, die bei R&uuml;ckverlagerungen das zentrale Motiv ist.</font></p>
<p><font size="2">Entscheidend ist aber etwas Anderes: Es gibt immer ein Land, in dem die Lohnkosten noch niedriger sind. Wer in Polen produziert, konkurriert mit den Lohnkosten in der Ukraine, und noch preiswerter ist es in China, Vietnam und so weiter. Ein Unternehmen, das nur auf die Lohnkosten achtet, vermeidet aber auch - und das ist langfristig entscheidend - Rationalisierungsinvestitionen. Durch diese Ersparnis ger&auml;t das Unternehmen auf Dauer ins Hintertreffen. Denn gerade im arbeitsintensiven Bereich gewinnen letztlich diejenigen, die stetig modernisieren und automatisieren. Das sozialgeschichtlich markanteste Beispiel f&uuml;r das Scheitern des Versuchs, durch Einkommenssenkung gegen technologische Entwicklungen zu konkurrieren, bieten die schlesischen und schottischen Weber im 19. Jahrhundert.</font></p>
<p><font size="2">In der immer wieder aufflammenden Diskussion &uuml;ber den Arbeitsplatzexport fehlt also ein entscheidender Gesichtspunkt: Ein betr&auml;chtlicher Teil der Arbeitspl&auml;tze, die aus Deutschland verlagert wurden, w&auml;re, wenn es diesen Ausweg nicht g&auml;be, ohnehin wegrationalisiert worden. Sie sind in der Regel &Uuml;berbleibsel einer tayloristischen Arbeitsorganisation, die in einer modernen Produktion keinen Platz haben. An der Frage, wie den Menschen geholfen werden kann, die konkret betroffen sind, muss sich der Staat mit seiner Wirtschafts- und Sozialpolitik beweisen.</font></p>
<p><font size="2">Anders sieht es aus, wenn Unternehmen nicht wegen der Lohnkosten Direktinvestitionen im Ausland t&auml;tigen, wodurch unmittelbar auch Verlagerungseffekte eintreten k&ouml;nnen. &#8220;Deutsche Unternehmen k&ouml;nnen sich nur im Wettbewerb behaupten, wenn sie weltweit t&auml;tig sind - die Unterscheidung zwischen guten inl&auml;ndischen Arbeitspl&auml;tzen und schlechten ausl&auml;ndischen Arbeitspl&auml;tzen ist falsch.&#8221; Es mag auf den ersten Blick &uuml;berraschen, aber die Aussage stammt von einem f&uuml;hrenden Gewerkschafter, n&auml;mlich Heinz Putzhammer, Mitglied im Gesch&auml;ftsf&uuml;hrenden Bundesvorstand des DGB.</font></p>
<p><font size="2">Gerade bezogen auf die neuen EU-Mitglieder ist es sp&auml;testens seit der Erweiterung der Union n&ouml;tig, ein grenz&uuml;berschreitendes Produktions- und Informationsnetzwerk zu schaffen, das die Rentabilit&auml;t eines Unternehmens st&auml;rken kann, etwa durch die Erschlie&szlig;ung neuer M&auml;rkte. Eine solche Arbeitsteilung ist europ&auml;ische Normalit&auml;t. Die Wirtschaftsverflechtung Deutschlands mit Belgien und &Ouml;sterreich zum Beispiel ist st&auml;rker durch Auslandsproduktion als durch Handel gepr&auml;gt.</font></p>
<p><font size="2">Was nun die Abwanderungen von Betrieben f&uuml;r die Besch&auml;ftigung bedeuten, hat das Fraunhofer Institut ebenfalls untersucht. Ergebnis: Verlagerungen aus reinen Kostengr&uuml;nden f&uuml;hren zu negativen Besch&auml;ftigungseffekten in Deutschland, bei Verlagerungen mit dem Ziel der Marktausweitung und Schaffung von Kooperationen sind unmittelbar keine Besch&auml;ftigungseffekte zu beobachten. Die ISI-Studie verweist aber auch auf andere Zusammenh&auml;nge. F&uuml;r die Besch&auml;ftigung auf der betrieblichen Ebene ist die Umsatzentwicklung wichtig. Zehn Prozent Umsatzzuwachs schaffen durchschnittlich 4,3 Prozent Besch&auml;ftigungswachstum. Positive Wirkungen auf die Besch&auml;ftigung erzielen auch Innovationsbem&uuml;hungen, die in den Ausgaben f&uuml;r Forschung und Entwicklung zum Ausdruck kommen. Ein Prozentpunkt mehr bei der FuE-Quote (Anteil der FuE-Ausgaben am Umsatz) schafft einen Besch&auml;ftigungszuwachs von 0,3 Prozent.</font></p>
<p><font size="2">Ein Unternehmen, das durch Internationalisierung den Umsatz steigert und sich gleichzeitig um Innovationen bem&uuml;ht, schafft also Arbeitspl&auml;tze auch in Deutschland. Deshalb sehen auch Gewerkschafter hier keine Probleme. Ihre Kritik beginnt erst dann, wenn Verlagerungen im Einzelfall dazu genutzt werden sollen, durch Erpressung den Gewinn gesondert noch einmal hochzuschrauben. Das Eine ist &Ouml;konomie, das Andere Raffgier. Da muss man unterscheiden.</font></p>
</p>
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